SchülerAkademie      

Moin, ich bin Malte Thiel, Schüler des 13. Jahrgangs, und hatte das große Glück, von unserer Schule für die SchülerAkademie vorgeschlagen zu werden. Die SchülerAkademie ist ein von der gemeinnützigen Bildung & Begabung GmbH ins Leben gerufenes, außerschulisches Sommercamp, in welchem man sich auf Universitätsniveau mit verschiedensten Themenbereichen auseinandersetzt. Da ich mich seit langem für den Klimaschutz einsetze und darüber hinaus ein großes Interesse für die Biologie, insbesondere die Humanmedizin habe, entschied ich mich für den Kurs „Klima und Gesundheit“, der diesen Sommer von der NachhaltigkeitsAkademie in Papenburg angeboten wurde.  

Mit über 15 Teilnehmer:innen arbeiteten wir zunächst die Bedeutung des Klimawandels für die individuelle Gesundheit und den Gesundheitssektor heraus. Im Ergebnis stellte sich der Klimawandel als eine der größten, wenn nicht sogar die größte gesundheitliche Bedrohung dar.  

Auch die mit dem Klimawandel assoziierten Krankheiten wurden betrachtet und die Kausalitäten kritisch hinterfragt. Neben den inhaltlichen Einheiten gab es auch methodische, wie beispielsweise die Auswertung und Erstellung von Statistiken. Darüber hinaus waren die Auswirkungen der durch den Klimawandel insbesondere im globalen Süden verstärkt auftretenden Krankheiten Gegenstand unserer Betrachtungen. In diesem Rahmen ging es um gesellschaftliche Aspekte, den Umgang von Regierungen mit den neuen Herausforderungen und sonstigen Problemen im In – und Ausland.

Beispielsweise habe ich eine Arbeit über die Zusammenhänge von Überschwemmungen und Choleraausbrüchen in der Millionenmetropole Lagos verfasst. 

In der Akademie wurden auch Exkursionen in das umliegende Moor oder zur KZ-Gedenkstädte Esterwegen und eine Reihe weiterer anderer kursübergreifender Aktivitäten angeboten. Diese durften wir größtenteils selbst gestalten, organisieren und durchführen. Zur Abi-Vorbereitung -Triathlonprüfung – begann der Tag für mich um 06:30 mit einem morgendlichen 5km-Lauf. Nach einer kurzen Dusche ging es zum gemeinsamen, im Sinne der Nachhaltigkeit, vegetarischen Frühstück. Anschließend gab es jeden Morgen ein akademieweites Plenum, in dem die wichtigsten Infos für den Tag angesprochen wurden, wie beispielsweise die Vorstellung der KüAs (kursübergreifenden Aktivitäten). Diese fanden zwischen den Kursen nach dem Mittagessen und am Abend statt. Mit einer diversen Angebotspalette, die sich von künstlerischen Projekten, wie einem Chor und einem Orchester, sowie Malerei, über Gesellschaftsspiele oder Backen, bis zu sportlichen KüAs erstreckte. Für mich ging es meistens zur Ultimate Frisbee-KüA, welche von einem ehemaligen Bundesligaspieler, einem der Kursleitenden, veranstaltet wurde. Sofern es das Wetter und die Zeit zuließ, nutzte ich das dortige Freibad mit einer fantastischen 50m-Bahn für weiteres Schwimmtraining. Nach dem Plenum ging es um 9:00 in die Kurse, bis wir um 12:30 gemeinsam mit den anderen zu Mittag aßen. Nach der anschließenden KüA ging es um 16:00 wieder zurück in die Kurse. Den Abend haben wir mit einem gemeinsamen Abendessen um 18:30 und der abendlichen KüA um 19:30 ausklingen lassen.  

Durch diesen sehr getakteten Ablauf haben wir thematisch viel geschafft, konnten aber auch die KüAs für gemeinsamen Aktivitäten und Stärkung der sozialen Bindung nutzen. Dadurch sind wir Tag für Tag mehr zusammengewachsen, bis wir am Ende der Akademie-Zeit herzzerreißend und unter Fluss unzähliger Tränen getrennt wurden. Zusammenfassend kann ich festhalten, dass meine Zeit in der Nachhaltigkeits-Akademie in Papenburg eine unfassbar großartige Möglichkeit war und ich unglaublich viele herzvolle, wissbegierige und einfach wundervolle Menschen, nun Freunde, kennenlernen durfte. Die lückenlose Taktung der Akadmietage lässt keinen Raum für schulische Aufgaben. Ein großes Dankeschön an die Lehrkräfte, die mich unterstützt haben, die zwei verpassten Wochen nachzuholen. Mein großer Dank geht auch an die gesamte Schulleitung und insbesondere an Herrn Holzhüter, welcher mich für die Akademie vorgeschlagen und mir diese wundervolle Zeit erst ermöglicht hat, die mir nachhaltig in Erinnerung bleibt.

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